HERBERT BAUER

MODERNE ANDACHTSBILDER 

Die kleinen Andachtsbildchen, die vor allem in Salzburg und Bayern sehr beliebt sind, haben Herbert Bauer zu einer Neuinterpretation inspiriert.

Üblicherweise zeigen diese Bildchen Szenen aus dem Leben und Leiden Christus oder der Mutter Maria.

Herbert Bauer geht hier einen anderen Weg. Seine Andachtsbilder unterscheiden sich nicht nur durch ihr Format, sie zeigen in eindrucksvoller Weise seine Sicht des christlichen Glaubens.

Seine Bilder sind von tiefen Glauben geprägt und zeigen in fröhlichen Farben den „Sieg des Geistes über das Erdenleid“. Ihm ist es wichtig, dass seine Andachtsbilder den Wunsch nach Verweilen und Besinnung wecken und Mut und Kraft geschöpft werden kann.

(Elisabeth Rass, 2015)

Herbert Bauer, Andachtsbild no 4, tempera auf Papier

Herbert Bauer, Andachtsbild no 4, tempera auf Papier

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EU ZERFÄLLT

Die scheinbar unbezwingbare, freiwillig geschlossene Staatengemeinschaft wurde durch einen Pfeil aus Geldpapier verwundet. Ob die Verwundung zu einer Spaltung führt, lässt sich nur spekulieren. In dieser Arbeit führt uns Herbert Bauer die Absurdität des Geschehens, das Wanken innerhalb der Gemeinschaft, den Druck von außen, die Machtkämpfe, die möglichen Auswirkungen, die möglichen Abspaltungen vor Augen.

„Wenn ein Blatt sich bewegt, kann auch der Baum erzittern.“ (chinesisches Sprichwort).

(© Elisabeth Rass)

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EU DIVIDED

The seemingly impregnable, voluntarily closed community was wounded by an arrow out of paper money. If and when the injury might lead to a split, one can only speculate. In this work Herbert Bauer leads us directly into the absurdity of the events, the sway in the community itself, the external pressure, the power struggles, the possible effects, the spin-offs in mind.

“If a leaf moves, can also tremble the tree.” (Chinese saying)

HERBERT BAUER, EU ZERFÄLLT, Tempera auf Papier, 42 x 29,7 cm, 2011

HERBERT BAUER, EU ZERFÄLLT, Tempera auf Papier, 42 x 29,7 cm, 2011

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VISION DER KIRCHEN

Im letzten Jahrhundert begann wie schon öfter in der Kirchengeschichte das Bollwerk Kirche aufzubrechen. Neue Strömungen und Glaubensrichtungen beginnen sich zu entwickeln und zu formieren. Herbert Bauer zeigt in dieser Arbeit die Strömungen auf und bietet dem Betrachter eine Einstiegsmöglichkeit in dieses Thema zur eigenen Analyse und Entwicklung.

(© Elisabeth Rass)

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VISION OF THE CHURCHES

In the last century, as so often in the history of church, the rampart began to break again. New tendencies and religious orientations start to develop and to deploy. Herbert Bauer reveals in his new work the movements and offers hence to the spectator an entry opportunity into this issue for their own analysis and development.

HERBERT BAUER, VISION OF THE CHURCHES, Tempera auf Papier, 42 x 29,7 cm, 2011

HERBERT BAUER, VISION OF THE CHURCHES, Tempera auf Papier, 42 x 29,7 cm, 2011

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DIE SCHEINHEILIGE KUH

„DIE SCHEINHEILIGE KUH“ ist nichts seltenes im Gegenteil in den letzten Jahrzehnten vermehrt sie sich mit rasender Geschwindigkeit. 

Immer wieder tritt „DIE SCHEINHEILIGE KUH“ in neuer Bekleidung auf, bunt gewandet immer der neuesten Mode hinterherlaufend oder vorauseilend.

Sie ist im Wirtschaftsleben zu finden, da nennt sich „DIE SCHEINHEILIGE KUH“ – „Sozialpartnerschaft“.

In Bankerkreisen tritt „DIE SCHEINHEILIGE KUH“ als „Bankgeheimnis“ auf.

Die Politiker lieben sie ganz besonders und sind stolz auf „DIE HEILIGE KUH“ und vermehren sie mit viel Eifer und ersinnen immer neue Namen wie „Sozialpaket“ oder „Generationenpakt“.

Auch in Kirchenkreisen hat man schon vor Jahrhunderten erkannt wie wertvoll „DIE SCHEINHEILIGE KUH“ ist und damit im gläubigen Volk keine Fragen auftreten, schmückt man sie mit dem Bild der Mutter Gottes, dem Sinnbild des erlösten Menschen. Im weiten Mantel läßt sich so einiges verhüllen.

(© Elisabeth Rass)

Herbert Bauer, Die scheinheilige Kuh, 2011, mixed media

Herbert Bauer, Die scheinheilige Kuh, 2011, mixed media

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MIT DEM BLEISTIFT FESTGEHALTEN

Herbert Bauer, ein Chronist seiner Umgebung, hält mit Bleistift, Tusche und Graphit seine Heimat fest. Seine Zeichnungen zeigen uns keine typischen Beispiele der Gattung klischeehafter Tourismusbauten, sondern sind Zeugnisse einer regionalen, bäuerlichen Landschaftskultur und Architektur die über Jahrhunderte gewachsen ist.

Sie zeigen uns kleine Meisterwerke alpenländischer Bautechnik mit all ihrer stilistischen regionalen Geschichte. Regionale bäuerliche Architektur kann mehr sein, als Behausungen für Menschen zu schaffen und Herbert Bauer hält diese Kleinode seiner Heimat mit akribischer Genauigkeit fest.

©Elisabeth Rass 2009

Herbert Bauer, Schule Seewigtal, Bleistift auf Papier

Herbert Bauer, Schule Seewigtal, Bleistift auf Papier

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ÖSTERREICHANSICHTEN

In seinen Zeichnungen hält er seine Heimat fest. Eine Heimat die oft schon längst entschwunden oder kurz vor dem Verfall steht. Das Urtümliche hat es ihm angetan, das Unwiederbringliche, das Einzigartige, das Besondere.

Seine Zeichnungen zeigen uns Schulen, Mühlen, Burgruinen, Bauernhöfe in einer faszinierenden Klarheit. Er hält mit Bleistift, Tusche, Graphit auf Papier die „Landschafts-Lebensspuren“ fest, die einer standardisierten Volksländlichkeit in der Architektur weichen müssen.

Es verschwindet das Individuelle der bäuerlichen Landschaft, die karge Idylle weicht einer satten Scheinmodernität, doch seine Zeichnungen erzählen uns kleine Geschichten.

 ©Elisabeth Rass, 2009

Herbert Bauer, Alte Post in Schladming, Bleistift auf Papier

Herbert Bauer, Alte Post in Schladming, Bleistift auf Papier

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