Paris (1920 – 2005)

Die zwanziger und dreißiger Jahre waren geprägt von Industrialisierung, hoher Arbeitslosigkeit, durch wirtschaftliche Umwälzungen und Einbrüche, gesellschaftliche Normen wurden niedergerissen, eine neue Klasse entstand und das Lebenstempo jedes Einzelnen steigerte sich enorm. Feste – durch Jahrzehnte gewachsene – Strukturen brachen zusammen und die Menschen standen, von einem Tag auf den anderen, vor dem Nichts – ohne Hoffnung.

Jeder war sich selbst der Nächste und Neid, Gier und Hass nahmen ständig zu.

Die Trostlosigkeit, die Sorgen und Unsicherheit die der Alltag bot, wurde übertüncht durch ein hohes Maß an gieriger Lebenslust. Man gab sich einem Sinnentaumel hin um den Alltag und die Sorgen zu vergessen und sich eine andere Zukunft vorzugaukeln, rosiger und schöner als die Vergangenheit und Gegenwart je sein konnte.

So finden sich in diesen Bildern Entsprechungen dieser verschiedenen und in mancher Hinsicht so ähnlichen Epochen in den „modischen“ Ausdrücken beider Zeiten als auch in den durch die Farbgebung und Ausdrücke der Gesichter eingefangenen Stimmungen, Gefühlsregungen, Ängsten und Hoffnungen der darin dargestellten Personen und Situationen wieder.

Die Frage des Betrachters:“ ist dies nicht die Jetztzeit?“ wird nicht direkt beantwortet und bleibt im Raum stehen.

(Elisabeth Rass, 2005)

Diese Diashow benötigt JavaScript.

The 20s and the 30s were characterized by industrialization, high unemployment, by economical revolution and slump, social standards were razed, a new social class was born and the speed of life of every single human escalated enormously. Solid structures– grown over decades- disintegrated and people stood, from one day to the next, in front of a big nothing-without hope.

Everybody turned into the neighbour for himself, envy, hate and greed rised sharply.

Desolation, the sorrows and the insecure ness that were offered by everyday life, were covered up by a high extend of a greedy lust of living. One abandoned himself to sensual orgy to forget the everyday life and the sorrows and to lead oneself to believe that there was a different future, rosier and more beautiful than the past and presence could ever have been.

In these paintings correlations of these different and in some respect similar epochs turn up in the fashionable expressions of both periods as well as in the moods, captured by the colouring and expression of the faces, in the emotions, fears and hopes of the portrayed persons and situations.

The question of the spectator: ”Isn’t this the present time?” is not answered directly and but takes up space. 

 

Hier erfahren Sie mehr über den Künstler HERWIG MARIA STARK.

 

Ich freue mich über ihren Kommentar.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: